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Tiananmen-Massaker 1989 - Folgen der Protestbewegung (2/2) | Doku | ARTE

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Eingetragen von Tagobert in User Videos
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Beschreibung

https://youtu.be/LDLUBusVmtc

Was hat sich im Zentrum der chinesischen Machtelite im April 1989 wirklich abgespielt? Tausende Geheimdokumente der Tian\'anmen-Akten, die Anfang des Jahrtausends an den Westen übergeben wurden, machen deutlich, dass China im Frühsommer 1989 kurz davor stand, einen ganz anderen Weg einzuschlagen ...

Nach seiner Rückkehr aus Nordkorea versuchte Zhao Ziyang die angespannte Lage im Land zu entschärfen. Er plädierte für einen offenen Dialog. Li Peng stellte sich jedoch entschieden dagegen. Er bekam grünes Licht von \"Übervater\" Deng Xiaoping, einen Hardliner-Kurs ohne jegliche Zugeständnisse durchzuziehen. Das Ergebnis: eine Pattsituation und eine paralysierte chinesische Führungselite. Die Zivilgesellschaft war in Aufruhr. In allen großen Städten kam es zu Protesten. Die Medien entziehen sich der Zensur. Studenten beschlossen, am 13. Mai auf dem Tian\'anmen-Platz einen Hungerstreik auszurufen. Es gab Tausende Unterstützer. Die kommunistische Partei war ratlos angesichts dieser Situation. Hinzu kam der Staatsbesuch des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow zur Aussöhnung der beiden kommunistischen Großmächte am 15. Mai. Die offiziellen Feierlichkeiten sollten auf dem Tian\'anmen-Platz stattfinden. Doch Zhao Ziyang gelang es nicht, die Studenten davon zu überzeugen, den Platz zu räumen. Li Peng sabotierte erste Gesprächsversuche. Am 17. Mai wurde Zhao Ziyang im Politbüro überstimmt. Am nächsten Tag wurde er unter Hausarrest gestellt. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen und 200.000 Soldaten der 38. Armee wurden nach Peking verlegt.Die Bewohner Pekings gingen erneut auf die Straße und versperrten den Militärkonvois den Weg. Doch die Soldaten weigerten sich, auf sie zu schießen; Generäle wurden unter Arrest gestellt.Schließlich nahm sich Deng Xiaoping selbst der Sache an. Während sich der Tian\'anmen-Platz bis in den Juni hinein in eine Art \"chinesisches Woodstock\" verwandelte, mobilisierte der über 80-jährige Deng Truppen aus entfernten Provinzen, die kein Mandarin sprachen. Am Abend des 2. Juni betrat die 27. Armee die Vorstädte von Peking. Am Abend des 3. Juni erhielt sie den Schießbefehl. In einem Zeitraum von nur wenigen Stunden kam es zu einem blutigen Massaker mit Tausenden von Toten. Darauf folgte eine Hetzjagd im ganzen Land. Ein riesiger Repressionsapparat wurde in Gang gesetzt, Gefängnisstrafen, Hinrichtungen. Heute, 30 Jahre danach, wird China noch immer autoritär regiert. Das Massaker auf dem Tian\'anmen-Platz hat China ruhig gestellt. So dass die kommunistische Regierung das neue, wirtschaftlich erfolgreiche China entwickeln und aufbauen konnte.

Dokumentation von Ian MacMillan (F/USA 2019, 52 Min)


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Kommentare

  • Tagobert Gesperrt Eingetragen Das eine Regierung ein sehr großes Land mit entsprechend hoher Einwohnerzahl auf jeden Fall konsequent mit "harter Hand" führen muss, ist klar. Doch die "harte Hand" muss gegen die wahren Feinde vorgehen und nicht gegen Menschen, die einfach nur ihre Menschenrechte auf Mitbestimmung einfordern. Wir dürfen von Regierenden niemals erwarten, dass sie in irgend einer Weise soziale Kompetenz haben oder sich innerhalb einer Partei, einem Wolfsrudel mit guten Ansätzen durchsetzen würden. Das ist nicht der Fall.
    China wird für eine lange Zeit eine Militärdiktatur bleiben. Würde man das ändern wollen, wäre ein Generalstreik sinnvoll und die strikte Verweigerung der Frauen, Kinder zu gebähren. Klingt blöd, ich weiß, wäre aber wohl das einzige Mittel. Denn ohne "nachwachsendes Humankapital" ist China erledigt und wenn alle Chinesen mal ein paar Wochen die Arbeit verweigern würden, würde die Regierung wimmernd am Boden liegen und flehen "Bitte, was sollen wir tun, was wollt ihr von uns?"
    Denn, wenn man der Made den Speck entzieht, dann kommt sie zur Besinnung. Aber vielleicht bin ich hier auch etwas naiv.
  • Tagobert Gesperrt Eingetragen Ich rege mich so auf. Die waren so strunzdumm.
    Wenn die Armee anrollt (was sowieso vermeidbar gewesen wäre, hätte man sich klug verhalten)
    dann schaffe ich doch nicht noch mehr Chaos und erzeuge "brennende Barrikaden"
    Wie kindisch und dumm. Als würde das Soldaten aufhalten können.
    Das BESTE, was die vielen Demonstranten hätten machen können, wäre Reihe für Reihe still und stumm dazustehen !
    Dann hätten nämlich die Soldaten den "schwarzen Peter", wenn sie diese Menschen einfach abknallen OHNE Grund zur "Notwehr" oder "Gegenwehr".
    Dann wäre die KP vor der Weltöffentlichkeit mehr als blamiert gewesen.
    Einfach in Reihen aufstellen und still sein und ihnen direkt in die Augen schauen.
    DAS wäre intelligent gewesen. Ich bin überzeugt, kein einziger Soldat hätte sich getraut, zu schiessen !!!
  • Tagobert Gesperrt Eingetragen Gleiches sehen wir bei den Gelbwesten-Protesten.
    Habt ihr mitbekommen, dass sich Macron den Massen gestellt hätte und eine Ansprache gehalten hat und die wichtigsten Köpfe der Protestler zu sich zu Gesprächen eingeladen hätte ?
    Man muss sich das einmal vorstellen.
    99,99 % der Weltbevölkerung hat nichts zu entscheiden, muss aber jede Entscheidung ihrer "Halter" Regierung mittragen und letzten Endes bezahlt sie alles, sogar ihre eigenen Unterdrücker leben von ihnen. Ohne das Volk wären Regierende nichts !
    Seit Tausenden von Jahren geht das nun schon dieses Spiel:
    "Schäfer, Schafe, Händler, Metzger" Überall, nur im jeweils anderen Gewand.
    Mögen gute "Führer" dafür gesorgt haben, dass Menschen eine Wohnung haben, dass sie zu essen haben, Kinder kriegen können, Reisen unternehmen dürfen, Arbeit und Einkommen haben.
    Aber auf die Dauer reicht das nicht, um Mensch zu sein. Die Menschheit kommt in die Pubertät und ist im Begriff, erwachsen zu werden. Und die Regierenden benehmen sich so wie narzisstische Eltern, die ihren Kindern nichts zutrauen, weiterhin bevorunden und gängeln und sie einfach nicht loslassen. Sie haben Angst, wenn ihnen die "Kinder entgleiten" sie keine Daseinsberechtigung mehr hätten.
    Natürlich ist das jetzt extrem vereinfacht dargestellt. Aber so ähnlich kann man das sehen.
    Dazu kommt die Angst der Regierung. Denn nur die Angst zensiert und kontrolliert und unterdrückt andere !
    Sie haben Angst: "Wenn wir den zähnefletschenden Hund von der Kette lassen, wird er uns zerfetzen" Und genau das ist der Zirkelschluss, das Fatale. Denn genau das passiert, wenn sie ihn nicht von der Kette lassen. Er wird sich eines Tages losreissen und sie zerfleischen !
    Würden sie den Hund einfach von der Kette lassen und ihm die Freiheit zurück geben, wäre er einfach ein braver, glücklicher Hund, ein Beschützer, Bewahrer, Begleiter.
    Aber auf dem Dampfer sind die noch nicht angekommen. Und weil die Regierenden von der Angst motiviert sind, dürfen wir sie nicht antriggern, indem wir gewaltvoll auf sie zugehen.
    Deshalb sind laute Proteste immer zum Scheitern verurteilt.
    Sie sind doch in der Herrscherklasse, WEIL sie ängstliche Typen sind.
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