WakeNewsTV
Willkommen
Login / Registrieren

Tiananmen-Massaker 1989 - Hintergründe der Protestbewegung (1/2) | Doku | ARTE

Danke! Teile es mit Deinen Freunden!

URL

Du hast dieses Video dislikt. Danke für Dein Feedback!

Tut uns leid. Nur Mitglieder können Playlists erstellen.
URL


Eingetragen von Tagobert in User Videos
60 Aufrufe

Beschreibung

https://youtu.be/ImdJfK826Dw

China - eine autoritär geführte Diktatur auf dem Weg zur wirtschaftlichen Weltmacht. Fast vergessen ist, dass dieses aufstrebende China ein Ergebnis des Tian\'anmen-Massakers vor 30 Jahren ist. Aus anfänglichen Studentenprotesten erwächst im Frühsommer 1989 eine echte Demokratiebewegung, die sieben Wochen lang das ganze Land in Atem hält. Ein Rückblick.

Der Tian‘anmen-Platz in Peking, direkt gegenüber der Verbotenen Stadt, ist der größte Platz der Welt – ein Ort, an dem das chinesische Volk und die regierende Kommunistische Partei normalerweise Einigkeit demonstrieren. Als sich hier am 15. April 1989 mehrere Tausend Studenten zu einer Trauerkundgebung für den verstorbenen ehemaligen Generalsekretär der kommunistischen Partei Chinas, Hu Yaobang, versammeln, werden Sprechchöre gegen Inflation, Korruption und Amtswillkür laut. Die Studenten fordern Menschenrechte und Demokratie und wollen darüber mit der Regierung verhandeln. Obwohl sich der damalige KP-Generalsekretär Zhao Ziyang gemäßigt zeigt, lässt sein politischer Gegner, Ministerpräsident Li Peng, einige Hundert Studenten, die vor dem Parteibüro kampieren, von der Polizei niederknüppeln. Daraufhin gründen die Studenten einen unabhängigen Studentenverband und besetzen am Tag der Beisetzung, dem 22. April, mit 200.000 Menschen den Platz gegenüber der Großen Halle des Volkes, wo die offizielle Trauerfeier abgehalten wird. Li Peng verweigert den Dialog, die Proteste wachsen sich zur einer Staatskrise aus. Als Generalsekretär Zhao Ziyang zu einem Staatsbesuch nach Nordkorea reisen muss, übernimmt Li Peng die Führung und trifft sich mit dem Parteipatriarchen Deng Xiaoping, der sich vor einer zweiten Kulturrevolution fürchtet. Deng fordert, die studentische Bewegung als „Unruhen“ einzustufen, was so viel wie „Verschwörung zum Umsturz der Regierung“ bedeutet und mit Gefängnis und Deportierung geahndet wird. Er lässt das Kriegsrecht verhängen. Dengs Erklärung wird am 26. April veröffentlicht und soll die Menschen einschüchtern, doch die erbosten Studenten kehren zum Tian‘anmen-Platz zurück. Die Bewohner von Peking verlassen zu Millionen Fabriken, Büros und Geschäftshäuser und gehen auf die Straße – es wird die größte Demonstration in der Geschichte des Landes.

Dokumentation von Ian MacMillan (F/USA 2019, 52 Min)


Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE:  http://www.youtube.com/user/ARTEde

Folgt uns in den sozialen Netzwerken:
Facebook: http://www.facebook.com/ARTE.tv
Twitter: https://twitter.com/ARTEde
Instagram: https://www.instagram.com/arte.tv/

Mehr anzeigen

Schreibe einen Kommentar

Du musst Dich Registrieren oder Anmelden , um einen Kommentar zu schreiben.

Kommentare

  • Tagobert Gesperrt Eingetragen Wie blöd muss man sein, in einen Hungerstreik zu gehen, um sich selbst zu schwächen !?
    Kein Tier käme auf den Gedanken, sich selbst zu schwächen mitten in einem Kampf.
    Und dann sitzt der Studentenführer im Schlafanzug da, völlig unwürdig und lächerlich, ist mental ziemlich down durch Entgiftung und Dehydrierung.
    Die Studenten hätten das Angebot zum Dialog auch OHNE TV-Liveübertragung annehmen müssen. Man nimmt die kleinen Schritte an, man schlägt die Hand nicht weg, die einem gereicht wird, wenn auch zögerlich. Das war alles sehr dumm. Hungerstreik ist ein passiv-aggressives Verhalten. Und dann die Regierung bloßzustellen beim Staatsbesuch von Gorbatschow war die dritte Dummheit. Im Kampf mit seinem Gegner ist es sehr entscheidend, dass der andere sein "Gesicht wahren" kann. Dass die Aufstände blutig niedergeschlagen wurden, war die logische Konsequenz. Und so wird das immer sein.
    Wie gesagt, in der Führungselite findet man hauptsächlich Menschen mit Angst, die pers. Defizite haben. Man muss hier sehr klug vorgehen mit Nachdruck, aber auch mit Fingerspitzengefühl.
  • Tagobert Gesperrt Eingetragen Gleiches sehen wir bei den Gelbwesten-Protesten.
    Habt ihr mitbekommen, dass sich Macron den Massen gestellt hätte und eine Ansprache gehalten hat und die wichtigsten Köpfe der Protestler zu sich zu Gesprächen eingeladen hätte ?
    Man muss sich das einmal vorstellen.
    99,99 % der Weltbevölkerung hat nichts zu entscheiden, muss aber jede Entscheidung ihrer "Halter" Regierung mittragen und letzten Endes bezahlt sie alles, sogar ihre eigenen Unterdrücker leben von ihnen. Ohne das Volk wären Regierende nichts !
    Seit Tausenden von Jahren geht das nun schon dieses Spiel:
    "Schäfer, Schafe, Händler, Metzger" Überall, nur im jeweils anderen Gewand.
    Mögen gute "Führer" dafür gesorgt haben, dass Menschen eine Wohnung haben, dass sie zu essen haben, Kinder kriegen können, Reisen unternehmen dürfen, Arbeit und Einkommen haben.
    Aber auf die Dauer reicht das nicht, um Mensch zu sein. Die Menschheit kommt in die Pubertät und ist im Begriff, erwachsen zu werden. Und die Regierenden benehmen sich so wie narzisstische Eltern, die ihren Kindern nichts zutrauen, weiterhin bevorunden und gängeln und sie einfach nicht loslassen. Sie haben Angst, wenn ihnen die "Kinder entgleiten" sie keine Daseinsberechtigung mehr hätten.
    Natürlich ist das jetzt extrem vereinfacht dargestellt. Aber so ähnlich kann man das sehen.
    Dazu kommt die Angst der Regierung. Denn nur die Angst zensiert und kontrolliert und unterdrückt andere !
    Sie haben Angst: "Wenn wir den zähnefletschenden Hund von der Kette lassen, wird er uns zerfetzen" Und genau das ist der Zirkelschluss, das Fatale. Denn genau das passiert, wenn sie ihn nicht von der Kette lassen. Er wird sich eines Tages losreissen und sie zerfleischen !
    Würden sie den Hund einfach von der Kette lassen und ihm die Freiheit zurück geben, wäre er einfach ein braver, glücklicher Hund, ein Beschützer, Bewahrer, Begleiter.
    Aber auf dem Dampfer sind die noch nicht angekommen. Und weil die Regierenden von der Angst motiviert sind, dürfen wir sie nicht antriggern, indem wir gewaltvoll auf sie zugehen.
    Deshalb sind laute Proteste immer zum Scheitern verurteilt.
    Sie sind doch in der Herrscherklasse, WEIL sie ängstliche Typen sind.
RSS