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Woodstock und die Staatsterroristen

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Eingetragen von Tagobert in STAATS-TERROR
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Beschreibung

https://youtu.be/9_Qgk3Q6cVE

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/tagesdosis-17-8-2019-woodsto ck-und-die-staatsterroristen/

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Woodstock, Woodstock überall. Nach Fünfzig Jahren wittern so manche spießige Geschichtsrevisionisten die Chance, alles rund um die 1968er Generation endgültig in die Schmuddelecke zu zerren. Oder am liebsten ganz aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen.

Da ging ja alles drunter und drüber, heißt es jetzt. Das sei eine einzige Katastrophe gewesen. Und diese Müllberge! Heuchler, diese Hippies! Die heilige Greta vom Thumb-Berg hätte denen aber die Leviten gelesen! Ja, sogar frauenverachtend seien sie gewesen, jene Blumenkinder. Fehlt nur noch, dass die Woodstock-Besucher als antiamerikanisch und vielleicht gar auch noch als antisemitisch eingestuft werden. Auf der nach oben hin offenen Verblödungsskala ist einfach alles möglich.

Und der Kopf der englischen Sauf- und Raufcombo The Who, Pete Townshend, der mit dem gitarrenverbrauchenden Rotorschlagarm für die derben Akkorde, findet in der Frankfurter Rundschau, dass alles an Woodstock schlicht Scheiße war. Stimmt. Er und seine Holzfällerkollegen von The Who haben tatsächlich in Woodstock ein Konzert gegeben. Und da kam auch Politaktivist Abbie Hoffmann von der Yippie-Partei auf die Bühne, und wollte während des Konzertes auf das skandalöse Horrorurteil gegen den Vorsitzenden der White Panther Partei, John Sinclair (zehn Jahre verschärften Knast für zwei Joints), aufmerksam machen. Rambo Townshend hat Abbie einfach vermöbelt. Zwei Welten, die einander nicht verstehen. Biertrinker Townsend über Woodstock herziehen zu lassen – das ist, als wenn man einen Schlachtermeister bitten würde, Gourmet-Kritiken über ein Vegetarier-Restaurant zu schreiben.

Warum kamen denn überhaupt eine halbe Million Leute, vom 15. bis 18. August 1969, zum Festival nach Woodstock, obwohl nur fünfzigtausend Besucher erwartet wurden? Es wären ja noch viel mehr gekommen, wenn nicht schon alle Zufahrtwege im Bundesstaat New York hoffnungslos verstopft gewesen wären. Warum? Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht ausreichend heranzoomt, was in den Sechziger Jahren in den USA wirklich los war.

Schon mal vorweg: Woodstock war eine gigantische politische Demonstration für eine Welt im Frieden. Für eine Welt ohne Rassendiskriminierung. Und: nach all dem grässlichen Terror, mit dem Vertreter eines besseren Amerikas mit blauen Bohnen aus dem Weg gepustet wurden: nach all den Massakern gegen friedvolle Demonstranten, hatte man sich darauf verständigt, auf eine Weise zu demonstrieren, die nicht sofort zu brutalsten Repressionen führen würde. Wo man bei gesundem Menschenverstand nicht sofort die Keule schwingen konnte.

Ich gebe zu, auch ich selber habe erst vor wenigen Jahren mitbekommen, um wie viel brutaler die linke Gegenkultur in den USA niedergeschlagen wurde, wie bei uns in der beschaulichen Konsensdemokratie der 1960er Jahre-Bundesrepublik. Die deutschen Polizeibeamten waren im Straßenkampf praktisch nackt, wenn man das mit heute vergleicht. Sie droschen mit Schlagstöcken auf uns ein und waren mit der neuartigen Situation schlicht überfordert. Es gab in der ersten, noch spontanen Phase des 68er Widerstands lediglich einen Toten durch Polizeiaktionen zu beklagen, nämlich den Berliner Studenten Benno Ohnesorge.

Ganz anders das Bild in den USA. Schon immer gab es die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Angehörigen verschiedener Ethnien in den USA (1). Besonders schlimm war bekanntlich die Gewalt gegen Afroamerikaner und Juden...weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis-17-8-2019-woodsto ck-und-die-staatsterroristen/

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Bildquelle:  ss - yt - 16.08.19* /Shutterstock,

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