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Libyen: Menschenrechtler fordern Untersuchung von Gaddafi-Tötung

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https://youtu.be/DVc_NKtslvI

Es war ein unrühmliches Ende für den einstigen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. In Sirte wurde er vor fast genau einem Jahr in einem Abwasserrohr von den Rebellen gefunden, die ihn übel zurichteten und schließlich umbrachten. Aber nicht nur Gaddafi, auch sein Sohn Mutassim und mehr als 60 seiner Begleiter wurden von den Milizionären ermordet. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in einem Bericht. Sie fordert nun eine gerichtliche Untersuchung des Vorfalls.

Heba Morayef, HRW-Sprecherin: "Die libysche Regierung kann es nicht dulden, dass solch ein Verbrechen ungesühnt bleibt. Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn das vermittelt die Botschaft, dass diese Form des Missbrauchs gegen Gaddafi oder dessen Anhänger, ob Sicherheitskräfte, Politiker, Bürger, unbestraft bleibt und akzeptiert wird. Das kann auch grünes Licht geben für gezielte Mordanschläge, wie wir sie beispielsweise in Ostlibyen gesehen haben."

Die Kämpfer aus der Stadt Misrata hatten immer gesagt, ihre Gegner auf dem Schlachtfeld getötet zu haben. Das wischt der 50-Seiten-Bericht nun vom Tisch. Er stützt sich unter anderem auf Videos von Milizionären. Darauf ist etwa zu sehen, wie Rebellen mehrere Gaddafi-Anhänger gefangennehmen und beschimpfen. Wenig später seien einige der Gefangenen hingerichtet worden, ihre Leichen habe man in einem Sirter Hotel gefunden, so Human Rights Watch.

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